Für immer vernetzt – Über Risiken und Nebenwirkungen von StudiVZ und co.

September 16, 2008

<p>

<h3>Erfolgsstory</h3>

Soziale Netzwerke wie StudiVZ oder FaceBook stehen wie kaum ein anderes Phänomen im Internet für das sprichwörtliche Web 2.0 – ein Internet zum Mitmachen, dessen Angebote nicht mehr mühselig von den Betreibern erarbeitet, produziert und präsentiert werden müssen, sondern bei dem die Nutzer selbst für die Inhalte sorgen, einfach durch ihre Beteiligung.

Der Betreiber muss dann (nur) noch die Plattform bereitstellen und dafür sorgen, dass Konzept, Design und Funktionsumfang den Nerv der Nutzer trifft.

StudiVZ trifft ihn wie nur wenige andere Dienste dieser Art.

Die vom Holzbrink-Verlag übernommene Community mit ihren Ablegern MeinVZ für Nicht-Studenten und SchülerVZ für Schüler bringt es Deutschlandweit auf über sechs Millionen Mitglieder, ein Drittel aller Deutschen nutzen Social Networks wie StudiVZ oder FaceBook. [Meldung von WinFuture.de]

Doch inzwischen dürften auch die uninteressiertesten Zeitgenossen schon etwas über die möglichen Folgen der um sich greifenden Vernetzung gehört haben.</p>

<hr>

<h3>Allzeit online</h3>

<p>StudiVZ ermöglicht neben dem Hochladen unbegrenzt vieler Bilder, auch hochauflösend, die in beliebig in Fotoalben sortiert werden können, auch das Verlinken von Personen auf hochgeladenen Fotos und das Anhängen von Bildern an Gruppeneinträge.

Daneben erfreuen sich gerade diese Gruppen hoher Beliebtheit, nicht etwa im Wesentlichen wegen der darüber geführten Diskussionen und Unterhaltungen, sondern vorallem auch, weil sie es den Teilnehmern ermöglichen sich selbst in Katigorien, also Schubladen einzuordnen, so etwa in die Gruppe all derer, die in einem bestimmten Jahr Geburtstag haben, den eigenen Namen tragen, auf der früheren Schule waren oder in die selbe Tanzschule gehen.

Doch nicht nur solche Zuordnungen sind hier möglich.

Auch den verbindenden Umstand, für so-und-so lange den selben „beschissenen Chef“ oder „langweiligen Lehrer“ gehabt zu haben, treibt Leute in Gruppen.

Viele vergessen ihre Mitgliedschaft schon kurz nach dem Beitritt und sie vergessen dabei auch, dass das Internet nichts vergisst – nicht mehr, seit die diversen Web-Communities dank verbesserter Technik und quasi unbegrenzter Speicherressourcen niemals mehr Daten von sich aus löschen, eher im Gegenteil, s.u.

So kommt die Gefahr gleich von mehreren Seiten.

Erstens werden Netzwerke wie StudiVZ immer attraktiver für Personalchefs auf der Suche nach authentischen Informationen für die potenziellen Mitarbeiter.

Wie das Online-Magazin WinFuture kürzlich berichtete, prüfen rund 22% aller Personalchefs ihre Bewerber auch unter Zuhilfenahme von StudiVZ oder FaceBook als Recherchequelle, weitere 9% haben es zumindest vor.

Das sind doppelt so Viele wie vor zwei Jahren – Tendenz steigend.

Logisch, dass die Absturzfotos der letzten Party ebenso wenig die Jobchancen verbessern wie Gruppenpostings, die nicht unbedingt ein Aushängeschild für die sprachlichen / schriftlichen Ausdrucksfähigkeiten der Bewerber sind.

So kam es bereits öfters zu Kündigungen [heise.de] aufgrund von negativ aufgefallener StudiVZ-Aktivität.

Und auch wenn man nirgends wegen provokativer Bilder oder Wortbeiträge aufgefallen ist – die ins Netz gejagten Inhalte bleiben auf immer und ewig Eigentum des jeweiligen Diensteanbieters. Er kann sie auch nach ihrer Löschung durch den Benutzer beliebig weiter verwerten, beispielsweise in dem er sie an Werbepartner verkauft oder sie zur Optimierung seines eigenen Marketings benutzt. Der Datenschutz dürfte so oder so auf der Strecke bleiben, auch wenn in diesem Fall die unmittelbaren Folgen für den Einzelnen nicht zu erkennen sein dürften. </p>

<h3>Verewigt wider Willen </h3>

<p>Dabei dürfte Vielen noch immer nicht bewusst sein, dass es enorm schwer sein kann die digitale weiße Weste wiederherzustellen, wenn das Kind erst ein mal in den Brunnen gefallen ist.

Selbst wenn man die evtl. kompromitierenden Inhalte aus dem ursprünglichen Profil löschen kann… die Chancen, dass die Seite zwischenzeitlich von einer Suchmaschine gechached oder von anderen Usern kopiert und in Foren oder auf anderen Communities republiziert wurde ist erschreckend hoch.

Ist eine Info, gleich welcher Art, zum ersten Mal kopiert worden, kriegt man sie nur unter größten Mühen wieder aus dem Netz.

Längst haben findige Unternehmer den stark anwachsenden Bedarf nach einer unbefleckten Netz-Identität erkannt und speziell auf dieses Bedürfnis zugeschnittene Dienstleistungen auf den Weg gebracht.

So lesen wir auf meinereputation.de beispielsweise:

„Sie leben ein schnelles Online-Leben – und jeder kann es lesen.
Nicht immer angenehm. Dein guter Ruf.de hilft Ihnen, unliebsame Einträge zu finden und zu entfernen.“

Natürlich wird der Schutz des eigenen Ansehens im Web nicht verschenkt, aber da immer wichtiger wird, was jeder Mensch zu jeder gewünschten Zeit, auch in 10 Jahren noch, nachlesen oder nachschauen kann, was man vor einer subjektiven Ewigkeit gesagt oder ins Netz gestellt hat, scheint eine steigende Zahl Netznutzer bereit zu sein für dieses kostbare Gut zu bezahlen.

Dabei gibt es keine Garantien – Dienste wie der „gute Ruf.de“ oder der „Reputation Defender“ hüllen sich in Schweigen, was ihre Methoden und deren Wirkungsgrad betrifft – sie stellen damit eine weitere schwer berechenbare Unbekannte in einem immer unübersichtlicher werdenden Dickicht von verlinkten, verbundenen und dauerhaft abrufbaren Informationen da.</p>

<h3>Fazit</h3>

<p>Bevor man irgendwann gezwungen ist den „Reputation Defender“ zu beauftragen das eigene Image wieder herzuzaubern um wieder (internet)gesellschaftsfähig zu werden, sollte man besser ständig und jeden Tag darauf achten, was man einer unsichtbaren, aber unübersehbaren Öffentlichkeit offenbaren möchte – bei jedem hochgeladenen Bild und jedem Beitrag in einem Forum.</p>


Trends auf der IFA 2008

September 2, 2008

Es ist immer wieder interessant einen kurzen Blick auf die Technik von Morgen werfen zu dürfen.

Auch dieses Jahr war CHRONOWORKS für euch in Berlin, um die interessantesten Entwicklungen der mobilen Unterhaltungs- und Informationstechnik für euch zusammen zu fassen.

IFA logo vor eingang_prev

Es scheint als hätte die größte Unterhaltungsmesse Europas die Umstellung vom zwei- zum einjährigen Stattfinden gut verkraftet, denn die Zahl der Aussteller und vertretenen Länder erreichte dieses Jahr ein Recordhoch.

Die Mischung zwischen dem unvermeidlichen Unterhaltungsangebot und dem für Fachbesucher reservierten geschäftlichen Bereich wirkt ausgewogen, sodass eine gute Chance besteht, dass alle Zielgruppen zufrieden waren.

car2_prev band_prev logo schnepe_prevl

Neben immer gewaltigeren LCD-Bildschirmen und dieses Jahr auch erstmalig der „weißen Ware“ mit digitalen Ergänzungen, die das Leben irgendwann mal einfacher, will heißen automatisierter machen sollen, die aber schon ebenso lange angekündigt wie vom Endverbraucher mit Missachtung gestraft werden, ist eine wirklich interessanter Trend das Erscheinen der Netbooks.

Diese neuen auf absolute Mobilität getrimmten Notebooks werden zwar noch immer von Vielen nicht als vollwertige Computer anerkannt – und die ersten Modelle eigneten sich ja tatsächlich kaum für irgend eine Form von Arbeit oder mobiler Unterhaltung – erfreuen sich aber dennoch immer stärkerer Beliebtheit.

Vermutlich nicht zuletzt wegen den inzwischen weitaus ausgereifter wirkenden Konzepten und nach Erscheinen des neuen Atomantriebs von Intel , der deutlich besser für den Einsatz an den Grenzen bisheriger Mobiltechnologie geeignet ist als die Prozessoren in den ersten EEE-PCs es waren, entdecken zusehens mehr Benutzer den Reiz eines superhandlichen Minicomputers, der sich trotz der geringen Abmessungen zum mobilen Filmegucken ebenso wie zum Arbeiten gebrauchen lässt.

lg mini mit deiner homepage_prevDabei werden deutliche Qualitätsunterschiede erkennbar, vorallem in der Verarbeitung.

Die Ausstattung des LG Netbooks beispielsweise liest sich durchaus zufriedenstellend, ein flüssiges Arbeiten unterwegs erscheint so denkbar, doch wirkt das Gehäusedesign nicht sehr wertig und die Displayaufhängung lasch und wenig beständig.

Mit Spannung erwarte ich persönlich die von Lenovo angekündigten Netbooks, die, sollten sie die von den Thinkpads gewohnte Qualität mitbringen, eine erquickende Erweiterung für die mobile Ausstattung abgeben würden.

satelite pro_prevSehr gut gefielen uns die Notebooks der Sehr gut gefilen uns die neuen Modelle der Satellite Pro Serie von Toshiba.

Hier werden Ansprüche an Haltbarkeit und Qualität von Business-Notebooks mit einer ordentlichen Performance und Ausstattung zusammengeführt, und das sogar zu vernünftig erscheinenden Preisen, die unter 1000 Euro anfangen.

Intels neue Centrino II-Plattform ist ebenso verfügbar wie die neue, zugegeben noch nicht an ihrem Maximalpotenzial angelangte SSD-Technologie, zweifellos ein interessanter alternativer Ansatz für schnelle und sparsame Massenspeicher.

samsung notebook_prev

Auch die Samsung-Notebooks der nächsten Generation wirken gewohnt robust und leistungsstark und können erneut mit ihren erstaunlichen Akkulaufzeiten überzeugen.

Auch im Mobilfunkbereich setzt Samsung Maßstäbe.

So konnte ich das welterste 8-Megapixxel-Handy in der Hand halten – schon recht beeindruckend.

Das Inov 8 trägt seinen Namen wohl zurecht, denn es ist nicht nur wegen dieser unglaublichen Kamera echt innovativ.

Es verfügt über dies auch über alles, was Allround-Smartphones der Alleskönner-Klasse brauchen: WLAN/UMTS/EDGE und AGPS, sowie bis zu 16 GB Speicher, 8 GB intern, 8 GB auf MicroHCSC-Karte, auf denen man nicht nur Musik in allen gängigen Formaten, sondern jetzt auch DivX- und WMV-Filme bunkern kann.

Ein FM-Radio mit RDS rundet das Multimediapaket ab -

Interessant: Das Smartphone läuft mit Symbian 8.3 FP2 und der Oberfläche S60, ob die Applikationen der Vorgängerversion noch kompatibel sein werden ist aber fraglich, erste Tests deuten zumindest auf Probleme bei der Nutzung von bisherigen S60-Anwendungen hin, die Installation gelang uns wegen eines Zertifikatfehlers nicht.

digital radio logo_prevWas gab es noch? Die Hersteller von Digitalradioempfängern versuchten auch in diesem Jahr das Interesse für den digitalen Radioempfang zu wecken. Nachdem der digitale Empfangstandard DAB nach nun fast 20 Jahren offensichtlich niemals ein Erfolg wird soll der Nachfolger DAB+, der u.A. mehr Programme ermöglichen soll, dem digitalen Radio in Deutschland zum Durchbruch verhelfen.

Auch Empfänger, die den Empfang der digitalen Kurz- und Mittelwelle DRM, einer zwar höchst interessanten Technik, die aber das Schattendasein als experimentelle Alternativausstrahlungstechnik leider bislang nicht verlassen hat, wurden vorgestellt.

Die Vorteile von DAB und DRM scheinen zwar vorhanden, aber noch immer nicht ausreichend in Hardwarelösungen umgesetzt, sodass wir auf den endgültigen Durchbruch dieser Technik wohl noch warten müssen.

Fazit:

Die IFA 2008 zeigt uns viele interessante Neuerungen, die vorallem das mobile Arbeiten und Spaßhaben aufwerten könnten.

Die Netbooks sind wohl die interessanteste Erscheinung dieses Jahr, damit übertrifft die IFA an Innovationspotenzial zumindest die vom letzten Jahr.


Mobile Zukunft: Information heute und morgen

April 4, 2008

Forschungsbericht des Instituts für Geoinformatik Münster

Von Christoph Mülligan


Mobile Zukunft: Information heute und morgen

Ein paar Inputs aus dem Institut für Geoinformatik in Münster.

Jetzt werden sich bestimmt einige fragen, was wohl Geoinformatik ist – nun ja, zunächst einmal ein Kunstwort aus Geographie und Informatik. Dahinter steckt ein, wie es so schön heißt, „interdisziplinärer Studiengang“. Ich möchte euch aber nicht mit irgendwelchem Studienkram vollquatschen, sondern versuchen einen Ausblick auf einen bestimmten Bereich der zukünftige Informationstechnik zu geben, nachdem ich als Student in meinen gerade mal 3 Semestern einen (kleinen) Einblick in die Forschung unseres Instituts erhaschen konnte.
Sie konzentriert sich im groben auf die Frage, wie Information überall und jederzeit möglichst benutzerspezifisch und -freundlich dargestellt werden kann. Dabei interessiert zunächst einmal nicht die Hardware (Uni ist halt nicht gleich FH), sondern die Denke dahinter. Eine Kamera sagt einem, dass das Pixel x/y weiß ist und ein anderes schwarz oder was weiß ich. Welche Konsequenzen das aber für eine Anwendung oder andere Komponente hat, ist nicht unbedingt trivial und erfordert, sagen wir mal, einen cognitiven Prozess – und es gibt tatsächlich Leute, die allein damit später ihr Geld verdienen wollen :-) .
Natürlich steht in unserem Institut trotzdem allerlei Schnickschnack rum, der nach Belieben kombiniert, augmentiert oder nihiliert wird. Wenn man in ein so genanntes „Labor“ kommt, kann es einem passieren, dass plötzlich ein monströser Beamer von der Wendigkeit einer Selbstschussanlage aus der Decke fährt und irgendwelche kryptischen Zeichen auf Wänden oder Karten mittels DigiCam anvisiert. Auch auf den Fluren ist man selten sicher, weil einige Robocars irgendwie nie lernen werden, einen Kubikmeter Mensch von einem Kubikmeter Luft zu unterscheiden; nicht zu vergessen die iDisplays, welche einem zu jeder sich bietenden Gelegenheit auf die Nase binden, dass die Anmeldefrist für etwaige Klausuren gestern abgelaufen ist.
So, und was machen die nun sinnvolles da?
Die genannten Beispiele haben alle irgendwas mit „Raum“ zu tun, sei es im geographischen oder im mathematischen/geometrischen Sinne. Und ob ihr es glaubt oder nicht, tangiert uns dieser Raum in beiderlei Hinsicht:
Routenplaner, Navi und Positionsbestimmung via Handy gehören ja mittlerweile fast schon zu jedermanns Standardausrüstung. Was die Interaktion mit dem Benutzer und der Umwelt angeht, gibt es da aber noch viel Potential. In einer Arbeitsgruppe wurde z.B. Software für PDA-ähnliche Geräte entwickelt, die real existierende Stadtpläne (ihr wisst schon: in Fußgängerzonen, die Dinger in den Vitrinen) um digital vorliegende Informationen über ein(e) Kamera bzw. Display erweitern. Der Vorteil liegt auf der Hand: man hat immer viele aktualisierbare Informationen (z.B. über Standorte von Geldautomaten, Kneipen und anderen Locations) bei sich, setzt sie da ein, wo man sie wirklich braucht, und spart sich den Speicherplatz für die Karten grundlage von unzähligen Städten bzw. nutzt den Vorzug der besseren Übersichtlichkeit von analogen Darstellungen. Wenn man diese Idee weiterdenkt, richtet man vllt. in ein paar Jahren schon seine Handycam auf eine Häuserfront und die Anzeige vermittelt einem über neonfarbene Gerippe, dass sich der nächste McDonalds direkt zwei Straßenzüge dahinter befindet und Gutscheine für die Nutzer dieses Dienstes bereit hält. Münster wird derzeit schon 3D-modelliert, der Abgleich von Modell und Wirklichkeit wäre dann nur ein weiterer Schritt.
Etwas, das vllt. mehr unsere alltäglichen als die touristischen Bedürfnissen befriedigt, ist eine bessere Benutzerschnittstelle/-oberfläche für den geliebten Computer. Jeder, der seine zehn Finger (ich nehme das mit den Daumen anatomisch nicht so genau) bei nur einem Cursor auf dem Desktop ein wenig unausgelastet sieht, sollte sich den Begriff „Multi Touch Interfaces“ einprägen. In Sachen Usability werden diese ein ganz großer Schritt nach vorne sein, bedürfen aber auch komplexerer Überlegungen, was z.B. das simultane Tracking mehrerer Cursor-Pfade angeht. Sie könnten im Zusammenwirken mit der Mustererkennung (…die kryptischen Zeichen) aber auch die Präsentationtechnik revolutionieren. Man stelle sich nur vor, das an die Wand geworfene Skript würde dem hyperaktiven Prof automatisch ausweichen oder ließe sich zusammenknüllen und in den Papierkorb werfen. So gut wie alle Grundfunktionen (markieren, copy&paste, zoomen, …) gehen einfach viel schneller, wenn man seine Hände benutzen kann. Single Touch Interfaces scheinen sich ja mit dem iPhone schon etabliert zu haben – man darf also hoffen.

Vielleicht ist das alles hier für einige Technikbegeisterte nichts neues. Für mich ist es auch eine Möglichkeit einmal, stichprobenhaft, „von der Quelle“ zu berichten – und das ist eben nicht nur die Wirtschaft. Die Köpfe der Entwicklungsabteilungen großer Firmen waren auch irgendwann mal an Uni oder FH und haben dort den Grundstein gelegt für ihre spätere (Millionen schwere) Forschnung, die der ihrer ehemaligen Profs jetzt unter Umständen um Längen voraus ist.
In Münster sind auf jeden Fall alle mit Enthusiasmus dabei.
Alles wird gut – und abrufbar ;-) ,

lumpy

P.S.: …zur Website hier lang, Uni Münster

TechnoTrend bedankt sich für den Beitrag


CeBit Mash Up | Bemerkenswertes aus 2008

April 4, 2008

Da die diesjährige CeBit schon einige Wochen zurückliegt wird euch wohl klar sein, dass dieser Beitrag keine Newszusammenfassung sein soll, sondern nur ein paar kurze Quereinblicke in meiner subjektiven Meinung nach besonders spannende Themen bzw. Entwicklungen liefern soll.

SkyWalk Messe Hannover

Zuerst muss ich mal sagen, dass ich nie wieder an einem Consumertag zur Cebit kommen werde. Die Messe ist so überfüllt, dass jede Stunde einen mehr schlaucht als die letzte, und die meisten Firmen haben ihre Fachleute und Ansprechpartner für technische Fragen schon abgezogen. Das war überhaupt das größte Ärgernis dieses Besuches.
OK! Was gab es berichtenswertes… -
Recht spannend fand ich die Demonstration einer innovativen Substanz zum Löschen von Bränden in elektronischen Anlagen – Bei Novec handelt es sich um ein Mittel, das die Temperatur der Flammen unheimlich schnell herunterkühlt und das Feuer so ausgehen lässt. Dabei verursacht sie, anders als andere, Stickstoffbasierende Löschanlagen, nicht den Tod evtl anwesender Menschen. Ich habe selbst die Hand reingehalten. Das Zeug fühlt sich lau warm an und verdampft beim Rausziehen sofort auf der Haut, die dadurch dann deutlich abkühlt. Kein Kribbeln, kein Brennen, die Flüssigkeit ist geruchlich neutral und gesundheitlich unbedenklich – sagt man ;) und sie ist auch völlig unschädlich für jede Art Technik und Elektrik.

Feuerfester Technikschrank

Präsentiert wurde das Ganze am Stand von einer Firma, die feuerfeste Serverschränke herstellt. Diese ertragen nach Angaben des Herstellers Temperaturen von über 1000 Grad mind eine dreiviertel Stunde, ohne dass die enthaltene Technik Schaden nimmt – stolze Leistung.


Wie fühlst du dich?

Auch ziemlich beeindruckend fand ich eine Software, die den Gesichtsausdruck eines Menschen interpretiert und seine jeweilige Stimmung erkennt.

Gesichtserkennung

Diese Software wird mit Bildern einer Kamera gefüttert, in die der Benutzer schauen muss – eine recht hochauflösende Kamera denke ich, weil die ausgeführte Anwendung mit Sicherheit so gute Bilder wie irgend möglich bekommen sollte.

HAPPY

Anyway – Wenn ich gelächelt habe zeigte er „HAPPY“, wenn ich wütend geguckt habe „ANGRY“ – wenn man die Augenbrauen hochzieht sagt er „SURPRISE“ -
Potenzielle Anwendung findet die Technik im Sicherheitsbereich, etwa um Übermüdung bei Autofahrern zu erkennen. Auch eine Anwendung bei der Überprüfung von Zugangsberechtigungen zu Sicherheitskritischen Bereichen von Firmen hielt ein Unternehmenssprecher für „durchaus erwägenswert“, dies jedoch erst auf explizite Nachfrage.

Weitere CeBit-Themen im Überblick

Ich persönlich verstand bisher unter dem Begriff „VisualRadio“ immer nur die von Nokia einst entwickelte Technik zur Anreicherung von FM-Radiosendungen mit visuell übertragenen Infos als Ergänzung zum Programm. Nokia hatte dieses Feature in alle seine N-Series-Geräte eingebaut, doch das Projekt war eine Todgeburt, zumindest bei uns. Mir ist nur ein Sender bekannt, der mal Visualradioinhalte ausgestrahlt hatte, nämlich der relativ banale Hot-AC-Sender Radio FFH in Hessen.

Visual Radio

Die Frauenhofergesellschaft hat jedoch einen Standard gleichen Namens entwickelt. Hierbei werden ebenfalls visuelle Inhalte passend zu einem Radiostream übertragen, allerdings nicht über eine seperate Datenverbindung wie beim Nokiaprodukt, sondern direkt per Radiosignal.
Das liefert natürlich nur recht kümmerliche Bildqualität, Aktualisierung alle zwei Sekunden – aber immerhin! Für Verkehrsnews oder Wetter wirds wohl reichen.

EE PC Mit Holz verkleidetes Notebook von Asus

Asus drängt inzwischen machtvoll in den europäischen Markt – wobei ihr EE-PC wohl deutlich interessanter und auch nützlicher ist, als solche Spielereien wie Edelnotebooks mit Holzgehäuse ;) wer dafür Geld ausgibt…. naja -
Der EE-PC, das wissen mittlerweile auch Alle, wird jetzt mit verbesserter Auflösung und verbessertem Preis, also 100 Eur teurer, in einer neuen Generation ausgeliefert.
Diese Mini-PCs können nach einschlägigen Tests weder PC noch Notebook oder PDA ersetzen, sondern allenfalls als Ergänzung für unterwegs dienen. Dafür verkaufen sie sich aber ziemlich gut – so gut, dass Asus in massive Lieferschwierigkeiten gekommen ist…. die man aber bald überwunden zu haben hofft.

<><>CeBit Außenansichten
Brötchen von Bill
CeBit Außenansichten

Wie bei einem Consumer-Tag nicht anders zu erwarten gab es auch jede Menge völlig sinnloses Spektakel, das mehr stört als sonst etwas bringt, und mit dem man nur auf die sog. Beutelratten, also die Prospekt- und Werbegeschenksammler abzielt.
Solche Veranstaltungen sind es, die einen CeBit-Besuch am Wochenende zu einer nervenaufreibenden Sache machen.


<>Telefonanlage
HP Drucker
IBM Blade Server

Abgerundet haben wir unseren Messebesuch mit einem Abstecher zu HighEnd-Telefonanlagen- von Panasonic, HighEnd-Druckern von HP und dem Stand von IBM, wo der Konzern seine Bladeserver präsentierte.
Was soll ich euch dazu groß erzählen, diese Dinge kennt sicher Jeder – es waren jetzt nicht die großen Neuigkeiten, aber interessant fand ich es trotzdem.

Blick zurück

Fazit
Die CeBit 2008 hat keine bevorstehende Revolution der IT erkennen lassen, aber sie hat viele kleine, interessante Entwicklungen gezeigt, die das Leben mit der Technik und deren Nutzung einfacher und sinnvoller werden lassen könnte.


Legal gekauft und unbauchbar | Mietmusik und ähnlicher Unsinn

Februar 25, 2008

Kein Zweifel – der Online-Musikhandel kommt. Jetzt endlich, nach Jahren voller unausgereifter, wenig begeisternder

Geschäftsmodelle, scheint mal eine Zeit anzubrechen, in der es richtig Spaß machen könnte Musik legal online zu kaufen.

Fast alle Majorlabels haben sich vom wenig praktikablen DRM verabschiedet, mehr und mehr interessante Downloaddienste schießen aus dem Boden, wenn auch leider noch nicht so sehr in Europa, und ausgerechnet der Vorreiter der erfolgreichen Vermarktung digitaler Musik sorgt jetzt für krasse Negativschlagzeilen bei Fans und Kritikern.

Wer im iTunes-Store gekaufte Songs auf Nicht-DRM-fähige Player bringen will, der muss für das „Upgrade“ pauschal bezahlen – 30 Cent pro Song / 30% fürs Album – Besonders pervers: Nur die gesamte Songsammlung kann konvertiert werden, keine Einzeltracks.

Da fragt man sich doch verzweifelt: WAAARUM? Apple hatte ja schon länger mit wenig anziehenden Methoden seinen iTunes-Store betrieben, doch das jetzt scheint eben dem Trend zu widersprechen, den die Firma einst begründete.

Es erscheint mir völlig unnötig das Wiedergeben von Musik auf solche Endgeräte zu beschränken, die dazu technisch in der Lage sind, insbesondere bei den verschiedenen, untereinander nicht kompatiblen Schutzverfahren.

Gekauft ist gekauft – oder nicht?

Als ich mir neulich bei T-Mobile einen Song aufs Handy ludt, dessen Titel mir so einladend auf der T-Mobile-Handystartseite entgegengestrahlt hatte, erhielt ich eine süße und vorallem wirklich kleine Datei eines völlig unbekannten Formats – anbei auch gleich der per SMS geschickte Aktivierungsschlüssel, ohne den geht es nämlich nicht. Nun, kein Problem, der Schlüssel aktivierte mir den Song und das platzsparende Dateiformat schien mir fürs Handy durchaus geeignet, Klangabstriche musste ich zumindest nicht machen. Auch als ich mir das Lied auf meinen PC laden wollte ging zunächst noch alles gut. Die Website verriet mir zwar: „Leider ist es technisch bedingt nicht möglich die Datei direkt auf den PC zu nutzen – Sie können sich den Song aber von der MobileJukebox-Homepage kostenlos herunterladen.“ wenn auch nur vier Mal – nun gut dachte ich, das wird wohl reichen.

Ich besorgte mir also das Teil von der recht skurilen Homepage, welche meine Vertragsdaten auch sofort erkannte und mir den Zugang zu „Meine Songs“ öffnete. Das Lied kam dann als geschützte WMA-Datei und… sie lief – bis hier her gut, oder?

OK, etwas umständlich das alles, aber doch gut.

Als ich mir den Song noch auf meinen ZweitPC  geladen hatte war dann schluss. Obwohl mir insgesamt vier Downloads zustanden… nichts zu machen.

Der Track verweigerte den Dienst – irgendeine fehlende Kompatibilität des Players, eine veraltete Version, was auch immer… eine simple Fehlermeldung, die Adresse für die Lizensierung sei nicht gültig… vorbei.

Ich war schon immer gegen DRM.


Die Nokiafrage: Was ist richtig / Was falsch?

Februar 19, 2008

Vorab: Das Layout ist auf dem absteigenden Ast – ich weiß es – geduldet euch bitte.

 

Da war die Empörung groß -Nokia will sein Werk in Bochum plötzlich schließen und tausende Arbeitsplätze vernichten. – Und das, obwohl das Werk Gewinn einbringt und Nokia saftige Strukturzahlungen bekommen hatte.

„ja ja so ist es immer – erst kassieren, dann so lange warten, bis die Sperrfrist um ist, und dann weiterziehen…“ tönt es überall – und gleich vorweg, so sehe ichs auch ;)

Aber der Aufruhr um die Werksschließung erscheint mir zum Teil sehr übertrieben nein, wenn tausende Menschen ihren Job verlieren, ist das keine Übertreibung – dennoch – was halten wir davon, wenn prominente Leute aus Politik und Wirtschaft plötzlich ihre Nokiahandys auf den Müll werfen?

Wurde hier soeben eine gänzlich neue Eigenschaft der freien Marktwirtschaft entdeckt?

Vorallem die Regierung, die jetzt mit so viel Aufwand zu retten bemüht ist, was wohl längst nicht mehr zu retten ist, hat doch dieser Entwicklung aktiv Vorschub geleistet…

Übrigens nutze ich mein Nokiahandy weiter – obwohl ich dessen Praktiken missbillige, obwohl ich nicht zu Denen zählen möchte, die ser Hammerschlag trifft; Nokia baut für mich doch immernoch mit die besten Handys am Markt – Proteste hin, Proteste her.

 

Siehe hierzu auch:

EU-Kommission: Keine EU-Strukturfondsmittel für Nokia [heise online]

Rumänische Gewerkschaft rügt Nokias „neue Form der Sklaverei“ [Update] [heise online]


HDDVD offiziell beerdigt

Februar 19, 2008

Zuletzt ging es schnell -

Toshiba, praktisch der einzige Hersteller von HDDVD-Playern, teilte heute endlich mit, man wolle das Format weder länger vermarkten, noch die Hardware weiter entwickeln. (…) den Support jedoch fortsetzen.

Eine andere Entwicklung war nach Lage der Dinge auch kaum möglich.

Quelle:

Meldung auf heise online


N95-Nachfolger heißt angeblich N96

Februar 18, 2008

Let the HDDVD die!

Februar 18, 2008

Ein Glück – Mich trifft es nicht

Ich weiß noch wie ich früher immer die ständig etwas anders ausschlagenden Trendanzeigen im Formatkrieg der beiden DVD-Nachfolgestandards geschaut habe und in dieser Sache mal ausnahmsweise das richtig gemacht habe, was ich sonst bei fast nichts sonst hinbekommen habe… nämlich mir weder ein HDDVD- noch ein BD-Laufwerk oder gar Brenner zu besorgen.
Jetzt zeigt sich wohl wie klug das war. Ich bin gar nicht genau genug im Bilde um sagen zu können, welches Format besser ist. HDDVD bietet weniger Speicherplatz, somit wäre es für Datenbackups etwas weniger gut geeignet. Instabiler und anfälliger sollen die HDDVDs außerdem sein – nagut ich hab, wie gesagt, keine Ahnung.
Aber ich finds nur gut und auch echt nötig, dass sich jetzt endlich mal Klarheit abzeichnet… ja dumm ist das nur für die ganzen HDDVD-Laufwerk besitzer… inkl. die XBox-Käufer – und wenn jetzt noch die Preise für BD-Brenner irgendwann mal besser werden…

Meldung zum Thema auf WinFuture.de


Vernetzte Welten

Februar 18, 2008

Gleich vorweg:
Ich sammle heute die aller ersten Erfahrungen beim Schreiben von Themenblogs – in Sachen Strukturierung und Übersicht erwartet also bitte nicht zu viel vorerst.
(…) Wie wichtig ist das Internet?
Das habe ich mir als Thema für mein erstes Posting ausgesucht.
Als Material dient mir dieser Artikel von WinFuture.de.
Link zur Meldung: http://www.winfuture.de/news,37570.html

Dort heißt es, dass immer mehr Jugendliche das Netz täglich benutzen – na die genau Zahl habe ich schon wieder vergessen – ihr seht schon… es wird noch dauern;)
Dabei gibt es zwar graduelle Unterschiede der Netznutzung von Jungs und Mädchen, so recherchieren Mädchen gezielter und Jungs nutzen mehr Multimediadienste, und auch ein Gefälle zwischen der Nutzung von Gymnasiasten (am meisten) über Realschüler, bis zu Hauptschülern (am wenigsten Netznutzung) wird festgestellt, doch die Grundaussage ist: Das Netz ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Ist das wahr oder nicht?

Und dazu kann ich als selbst Betroffener, sprich zwar nicht mehr Jugendlich, aber immernoch nah dran, ja ziemlich gut was sagen.
Also: Ja, es stimmt… teilweise – Wahr ist, dass die Durchdringung des Alltags mit Netzanwendungen wie Messaging und Communitys schon ziemlich groß ist. Ich glaube auch sofort, dass ein riesengroßer Anteil der erfassten Jugendlichen bei StudiVZ, MySpace und co. drin sind – mit all denggf. verderblichen datenschutztechnischen Kurz- oder Langzeitfolgen, auf die ich sicher noch oft eingehen werde.
Fakt ist aber auch, dass der Grad des Netzkonsums doch ziemlich stark davon abhängt, wie’s um die Verfügbarkeit bestellt ist, und ich meine jetzt mal nicht die technische – woran mags liegen, dass das Netz verstärkt von Leuten mit höherer Bildungsqualifikation genutzt wird?
Ernste Frage > meine Antwort darauf ist, dass es nicht am mangelnden Können liegt. Zwar haben die allermeisten PC-Anwender fast kein oder nur geringes tatsächliches Netzwissen bzgl. technischer Zusammenhänge, aber die intuitive Nutzbarkeit wird davon ja nicht geschwächt. Liegts also am fehlenden Geld oder allgemein der sozialen Schlechterstellung vieler Familien? Bei SMS ist das schon eindeutig. Kommt man in bestimmte Regionen, sowohl geografisch als auch bildungstechnisch, trifft man heute schon nur noch Handybesitzer ohne Guthaben auf der Karte – und dies als Dauerzustand.
Nicht nur der Umgang mit Geld und Guthaben klappt bei diesen Leuten nicht, das mussJjeder lernen :) aber auch die Möglichkeit zum Wiederaufladen ist kaum gegeben.
Ich beschließe Dies hier mal mit der Frage: Wird sich diese Schieflage in Zukunft weiter verschlimmern? Und was kann gegen die Entstehung eines Zwei-Klassen-Digitalzeitalters getan werden?