Entwickler: OpenOffice KEIN sterbendes Pferd

Im Netz geht schon geraume Zeit das Gerücht um, die freie Büro-Suite OpenOffice.org habe keine Zukunft mehr.

Mit einem immer ärger werdenden Mangel an Entwicklern und einer hoffnungslos vermüllten und überfrachteten Codebasis steuere das Vorzeige-Opensourceprojekt unaufhaltsam in den Untergang.

Zuletzt berichtete der Onlinedienst WinFuture.de am 30. Dezember 2008 OpenOffice.org ein "sterbendes Pferd"

Eigensinniger Entwickler als Quelle der Untergangsstimmung

Der ehemalige OpenOffice-entwickler  Michael Meeks scheint maßgeblich an der Entstehung der düsteren Prognosen beteiligt zu sein.

Diese Meinung äußerte Andre Schnabel, ebenfalls Entwickler bei OpenOffice im Gespräch mit TT auf der CeBit in Hannover.

Schnabel sagte: “Michael ist zweifellos ein guter Programmierer, aber ein schwieriger Mensch – ein Mensch, der mit seiner eigenwilligen Art und fehlenden Teamfähigkeit immer wieder aneckt.”

Gleichzeitig räumte er ein, dass an Meeks Einschätzung durchaus Einiges zutrifft.

“Wir haben tatsächlich einen Mangel an Entwicklern, und das wird auch immer so bleiben, weil die Anzahl der Featurewünsche viel zu groß und die Zahl fähiger Entwickler bei einem Produkt, das großteils von reinen Anwendern genutzt wird naturbedingt zu klein ist.”

Das habe jedoch nichts mit der Zukunftsfähigkeit des Projekts zu tun.

Auf die Frage “Glaubst du an dieses Projekt und seine Vision” antwortete er spontan und ohne das geringste Zögern “ja, sonst wäre ich nicht hier” – und fügt nach einer kurzen Pause hinzu: “Und bezahlt werde ich ja schließlich auch nicht.”

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