Gleich vorweg:
Ich sammle heute die aller ersten Erfahrungen beim Schreiben von Themenblogs – in Sachen Strukturierung und Übersicht erwartet also bitte nicht zu viel vorerst.
(…) Wie wichtig ist das Internet?
Das habe ich mir als Thema für mein erstes Posting ausgesucht.
Als Material dient mir dieser Artikel von WinFuture.de.
Link zur Meldung: http://www.winfuture.de/news,37570.html
Dort heißt es, dass immer mehr Jugendliche das Netz täglich benutzen – na die genau Zahl habe ich schon wieder vergessen – ihr seht schon… es wird noch dauern;)
Dabei gibt es zwar graduelle Unterschiede der Netznutzung von Jungs und Mädchen, so recherchieren Mädchen gezielter und Jungs nutzen mehr Multimediadienste, und auch ein Gefälle zwischen der Nutzung von Gymnasiasten (am meisten) über Realschüler, bis zu Hauptschülern (am wenigsten Netznutzung) wird festgestellt, doch die Grundaussage ist: Das Netz ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken.
Ist das wahr oder nicht?
Und dazu kann ich als selbst Betroffener, sprich zwar nicht mehr Jugendlich, aber immernoch nah dran, ja ziemlich gut was sagen.
Also: Ja, es stimmt… teilweise – Wahr ist, dass die Durchdringung des Alltags mit Netzanwendungen wie Messaging und Communitys schon ziemlich groß ist. Ich glaube auch sofort, dass ein riesengroßer Anteil der erfassten Jugendlichen bei StudiVZ, MySpace und co. drin sind – mit all denggf. verderblichen datenschutztechnischen Kurz- oder Langzeitfolgen, auf die ich sicher noch oft eingehen werde.
Fakt ist aber auch, dass der Grad des Netzkonsums doch ziemlich stark davon abhängt, wie’s um die Verfügbarkeit bestellt ist, und ich meine jetzt mal nicht die technische – woran mags liegen, dass das Netz verstärkt von Leuten mit höherer Bildungsqualifikation genutzt wird?
Ernste Frage > meine Antwort darauf ist, dass es nicht am mangelnden Können liegt. Zwar haben die allermeisten PC-Anwender fast kein oder nur geringes tatsächliches Netzwissen bzgl. technischer Zusammenhänge, aber die intuitive Nutzbarkeit wird davon ja nicht geschwächt. Liegts also am fehlenden Geld oder allgemein der sozialen Schlechterstellung vieler Familien? Bei SMS ist das schon eindeutig. Kommt man in bestimmte Regionen, sowohl geografisch als auch bildungstechnisch, trifft man heute schon nur noch Handybesitzer ohne Guthaben auf der Karte – und dies als Dauerzustand.
Nicht nur der Umgang mit Geld und Guthaben klappt bei diesen Leuten nicht, das mussJjeder lernen
aber auch die Möglichkeit zum Wiederaufladen ist kaum gegeben.
Ich beschließe Dies hier mal mit der Frage: Wird sich diese Schieflage in Zukunft weiter verschlimmern? Und was kann gegen die Entstehung eines Zwei-Klassen-Digitalzeitalters getan werden?
Februar 19, 2008 um 5:32 |
Meiner Meinung nach hat das mit Geld nur indirekt etwas zu tun.
Fakt ist m.E., dass es sich bei der Generation „web 2.0″ um eine Generation der höheren Bildungsschichten handelt, weil das www als solches eben in weiten Teilen intellektuelle Betätigung verlangt. Handelt es sich nicht gerade um Plattformen wie youtube oder ähnliches, daddelt der Durchschnittsjugendliche doch hauptsächlich auf den erwähnten social-networking – Plattformen a la MySpace.
Das hängt vor allem mit der Tatsache zusammen, dass derartige Instrumente hauptsächlich der Identitätsbildung dienen – man könnte auch sagen, Ausdruck der Selbstverliebtheit Einzelner sind. Bildungsferne Schichten haben die Zeit nicht, weil sie schon am arbeiten sind – oder sie sind es (noch) nicht und verbringen ihre Zeit mit Playstation, TV und „gammeln“.
Lesenswert dazu ist ein Artikel von Ingrid Reichmaier, auffindbar unter
http://www.soz.uni-frankfurt.de/K.G/B8_2005_Reichmayr.pdf