Kein Zweifel – der Online-Musikhandel kommt. Jetzt endlich, nach Jahren voller unausgereifter, wenig begeisternder
Geschäftsmodelle, scheint mal eine Zeit anzubrechen, in der es richtig Spaß machen könnte Musik legal online zu kaufen.
Fast alle Majorlabels haben sich vom wenig praktikablen DRM verabschiedet, mehr und mehr interessante Downloaddienste schießen aus dem Boden, wenn auch leider noch nicht so sehr in Europa, und ausgerechnet der Vorreiter der erfolgreichen Vermarktung digitaler Musik sorgt jetzt für krasse Negativschlagzeilen bei Fans und Kritikern.
Wer im iTunes-Store gekaufte Songs auf Nicht-DRM-fähige Player bringen will, der muss für das „Upgrade“ pauschal bezahlen – 30 Cent pro Song / 30% fürs Album – Besonders pervers: Nur die gesamte Songsammlung kann konvertiert werden, keine Einzeltracks.
Da fragt man sich doch verzweifelt: WAAARUM? Apple hatte ja schon länger mit wenig anziehenden Methoden seinen iTunes-Store betrieben, doch das jetzt scheint eben dem Trend zu widersprechen, den die Firma einst begründete.
Es erscheint mir völlig unnötig das Wiedergeben von Musik auf solche Endgeräte zu beschränken, die dazu technisch in der Lage sind, insbesondere bei den verschiedenen, untereinander nicht kompatiblen Schutzverfahren.
Gekauft ist gekauft – oder nicht?
Als ich mir neulich bei T-Mobile einen Song aufs Handy ludt, dessen Titel mir so einladend auf der T-Mobile-Handystartseite entgegengestrahlt hatte, erhielt ich eine süße und vorallem wirklich kleine Datei eines völlig unbekannten Formats – anbei auch gleich der per SMS geschickte Aktivierungsschlüssel, ohne den geht es nämlich nicht. Nun, kein Problem, der Schlüssel aktivierte mir den Song und das platzsparende Dateiformat schien mir fürs Handy durchaus geeignet, Klangabstriche musste ich zumindest nicht machen. Auch als ich mir das Lied auf meinen PC laden wollte ging zunächst noch alles gut. Die Website verriet mir zwar: „Leider ist es technisch bedingt nicht möglich die Datei direkt auf den PC zu nutzen – Sie können sich den Song aber von der MobileJukebox-Homepage kostenlos herunterladen.“ wenn auch nur vier Mal – nun gut dachte ich, das wird wohl reichen.
Ich besorgte mir also das Teil von der recht skurilen Homepage, welche meine Vertragsdaten auch sofort erkannte und mir den Zugang zu „Meine Songs“ öffnete. Das Lied kam dann als geschützte WMA-Datei und… sie lief – bis hier her gut, oder?
OK, etwas umständlich das alles, aber doch gut.
Als ich mir den Song noch auf meinen ZweitPC geladen hatte war dann schluss. Obwohl mir insgesamt vier Downloads zustanden… nichts zu machen.
Der Track verweigerte den Dienst – irgendeine fehlende Kompatibilität des Players, eine veraltete Version, was auch immer… eine simple Fehlermeldung, die Adresse für die Lizensierung sei nicht gültig… vorbei.
Ich war schon immer gegen DRM.
Verfasst von STRANDED
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