Legal gekauft und unbauchbar | Mietmusik und ähnlicher Unsinn

Februar 25, 2008

Kein Zweifel – der Online-Musikhandel kommt. Jetzt endlich, nach Jahren voller unausgereifter, wenig begeisternder

Geschäftsmodelle, scheint mal eine Zeit anzubrechen, in der es richtig Spaß machen könnte Musik legal online zu kaufen.

Fast alle Majorlabels haben sich vom wenig praktikablen DRM verabschiedet, mehr und mehr interessante Downloaddienste schießen aus dem Boden, wenn auch leider noch nicht so sehr in Europa, und ausgerechnet der Vorreiter der erfolgreichen Vermarktung digitaler Musik sorgt jetzt für krasse Negativschlagzeilen bei Fans und Kritikern.

Wer im iTunes-Store gekaufte Songs auf Nicht-DRM-fähige Player bringen will, der muss für das „Upgrade“ pauschal bezahlen – 30 Cent pro Song / 30% fürs Album – Besonders pervers: Nur die gesamte Songsammlung kann konvertiert werden, keine Einzeltracks.

Da fragt man sich doch verzweifelt: WAAARUM? Apple hatte ja schon länger mit wenig anziehenden Methoden seinen iTunes-Store betrieben, doch das jetzt scheint eben dem Trend zu widersprechen, den die Firma einst begründete.

Es erscheint mir völlig unnötig das Wiedergeben von Musik auf solche Endgeräte zu beschränken, die dazu technisch in der Lage sind, insbesondere bei den verschiedenen, untereinander nicht kompatiblen Schutzverfahren.

Gekauft ist gekauft – oder nicht?

Als ich mir neulich bei T-Mobile einen Song aufs Handy ludt, dessen Titel mir so einladend auf der T-Mobile-Handystartseite entgegengestrahlt hatte, erhielt ich eine süße und vorallem wirklich kleine Datei eines völlig unbekannten Formats – anbei auch gleich der per SMS geschickte Aktivierungsschlüssel, ohne den geht es nämlich nicht. Nun, kein Problem, der Schlüssel aktivierte mir den Song und das platzsparende Dateiformat schien mir fürs Handy durchaus geeignet, Klangabstriche musste ich zumindest nicht machen. Auch als ich mir das Lied auf meinen PC laden wollte ging zunächst noch alles gut. Die Website verriet mir zwar: „Leider ist es technisch bedingt nicht möglich die Datei direkt auf den PC zu nutzen – Sie können sich den Song aber von der MobileJukebox-Homepage kostenlos herunterladen.“ wenn auch nur vier Mal – nun gut dachte ich, das wird wohl reichen.

Ich besorgte mir also das Teil von der recht skurilen Homepage, welche meine Vertragsdaten auch sofort erkannte und mir den Zugang zu „Meine Songs“ öffnete. Das Lied kam dann als geschützte WMA-Datei und… sie lief – bis hier her gut, oder?

OK, etwas umständlich das alles, aber doch gut.

Als ich mir den Song noch auf meinen ZweitPC  geladen hatte war dann schluss. Obwohl mir insgesamt vier Downloads zustanden… nichts zu machen.

Der Track verweigerte den Dienst – irgendeine fehlende Kompatibilität des Players, eine veraltete Version, was auch immer… eine simple Fehlermeldung, die Adresse für die Lizensierung sei nicht gültig… vorbei.

Ich war schon immer gegen DRM.


Die Nokiafrage: Was ist richtig / Was falsch?

Februar 19, 2008

Vorab: Das Layout ist auf dem absteigenden Ast – ich weiß es – geduldet euch bitte.

 

Da war die Empörung groß -Nokia will sein Werk in Bochum plötzlich schließen und tausende Arbeitsplätze vernichten. – Und das, obwohl das Werk Gewinn einbringt und Nokia saftige Strukturzahlungen bekommen hatte.

„ja ja so ist es immer – erst kassieren, dann so lange warten, bis die Sperrfrist um ist, und dann weiterziehen…“ tönt es überall – und gleich vorweg, so sehe ichs auch ;)

Aber der Aufruhr um die Werksschließung erscheint mir zum Teil sehr übertrieben nein, wenn tausende Menschen ihren Job verlieren, ist das keine Übertreibung – dennoch – was halten wir davon, wenn prominente Leute aus Politik und Wirtschaft plötzlich ihre Nokiahandys auf den Müll werfen?

Wurde hier soeben eine gänzlich neue Eigenschaft der freien Marktwirtschaft entdeckt?

Vorallem die Regierung, die jetzt mit so viel Aufwand zu retten bemüht ist, was wohl längst nicht mehr zu retten ist, hat doch dieser Entwicklung aktiv Vorschub geleistet…

Übrigens nutze ich mein Nokiahandy weiter – obwohl ich dessen Praktiken missbillige, obwohl ich nicht zu Denen zählen möchte, die ser Hammerschlag trifft; Nokia baut für mich doch immernoch mit die besten Handys am Markt – Proteste hin, Proteste her.

 

Siehe hierzu auch:

EU-Kommission: Keine EU-Strukturfondsmittel für Nokia [heise online]

Rumänische Gewerkschaft rügt Nokias „neue Form der Sklaverei“ [Update] [heise online]


HDDVD offiziell beerdigt

Februar 19, 2008

Zuletzt ging es schnell -

Toshiba, praktisch der einzige Hersteller von HDDVD-Playern, teilte heute endlich mit, man wolle das Format weder länger vermarkten, noch die Hardware weiter entwickeln. (…) den Support jedoch fortsetzen.

Eine andere Entwicklung war nach Lage der Dinge auch kaum möglich.

Quelle:

Meldung auf heise online


N95-Nachfolger heißt angeblich N96

Februar 18, 2008

Let the HDDVD die!

Februar 18, 2008

Ein Glück – Mich trifft es nicht

Ich weiß noch wie ich früher immer die ständig etwas anders ausschlagenden Trendanzeigen im Formatkrieg der beiden DVD-Nachfolgestandards geschaut habe und in dieser Sache mal ausnahmsweise das richtig gemacht habe, was ich sonst bei fast nichts sonst hinbekommen habe… nämlich mir weder ein HDDVD- noch ein BD-Laufwerk oder gar Brenner zu besorgen.
Jetzt zeigt sich wohl wie klug das war. Ich bin gar nicht genau genug im Bilde um sagen zu können, welches Format besser ist. HDDVD bietet weniger Speicherplatz, somit wäre es für Datenbackups etwas weniger gut geeignet. Instabiler und anfälliger sollen die HDDVDs außerdem sein – nagut ich hab, wie gesagt, keine Ahnung.
Aber ich finds nur gut und auch echt nötig, dass sich jetzt endlich mal Klarheit abzeichnet… ja dumm ist das nur für die ganzen HDDVD-Laufwerk besitzer… inkl. die XBox-Käufer – und wenn jetzt noch die Preise für BD-Brenner irgendwann mal besser werden…

Meldung zum Thema auf WinFuture.de


Vernetzte Welten

Februar 18, 2008

Gleich vorweg:
Ich sammle heute die aller ersten Erfahrungen beim Schreiben von Themenblogs – in Sachen Strukturierung und Übersicht erwartet also bitte nicht zu viel vorerst.
(…) Wie wichtig ist das Internet?
Das habe ich mir als Thema für mein erstes Posting ausgesucht.
Als Material dient mir dieser Artikel von WinFuture.de.
Link zur Meldung: http://www.winfuture.de/news,37570.html

Dort heißt es, dass immer mehr Jugendliche das Netz täglich benutzen – na die genau Zahl habe ich schon wieder vergessen – ihr seht schon… es wird noch dauern;)
Dabei gibt es zwar graduelle Unterschiede der Netznutzung von Jungs und Mädchen, so recherchieren Mädchen gezielter und Jungs nutzen mehr Multimediadienste, und auch ein Gefälle zwischen der Nutzung von Gymnasiasten (am meisten) über Realschüler, bis zu Hauptschülern (am wenigsten Netznutzung) wird festgestellt, doch die Grundaussage ist: Das Netz ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Ist das wahr oder nicht?

Und dazu kann ich als selbst Betroffener, sprich zwar nicht mehr Jugendlich, aber immernoch nah dran, ja ziemlich gut was sagen.
Also: Ja, es stimmt… teilweise – Wahr ist, dass die Durchdringung des Alltags mit Netzanwendungen wie Messaging und Communitys schon ziemlich groß ist. Ich glaube auch sofort, dass ein riesengroßer Anteil der erfassten Jugendlichen bei StudiVZ, MySpace und co. drin sind – mit all denggf. verderblichen datenschutztechnischen Kurz- oder Langzeitfolgen, auf die ich sicher noch oft eingehen werde.
Fakt ist aber auch, dass der Grad des Netzkonsums doch ziemlich stark davon abhängt, wie’s um die Verfügbarkeit bestellt ist, und ich meine jetzt mal nicht die technische – woran mags liegen, dass das Netz verstärkt von Leuten mit höherer Bildungsqualifikation genutzt wird?
Ernste Frage > meine Antwort darauf ist, dass es nicht am mangelnden Können liegt. Zwar haben die allermeisten PC-Anwender fast kein oder nur geringes tatsächliches Netzwissen bzgl. technischer Zusammenhänge, aber die intuitive Nutzbarkeit wird davon ja nicht geschwächt. Liegts also am fehlenden Geld oder allgemein der sozialen Schlechterstellung vieler Familien? Bei SMS ist das schon eindeutig. Kommt man in bestimmte Regionen, sowohl geografisch als auch bildungstechnisch, trifft man heute schon nur noch Handybesitzer ohne Guthaben auf der Karte – und dies als Dauerzustand.
Nicht nur der Umgang mit Geld und Guthaben klappt bei diesen Leuten nicht, das mussJjeder lernen :) aber auch die Möglichkeit zum Wiederaufladen ist kaum gegeben.
Ich beschließe Dies hier mal mit der Frage: Wird sich diese Schieflage in Zukunft weiter verschlimmern? Und was kann gegen die Entstehung eines Zwei-Klassen-Digitalzeitalters getan werden?


Hello world!

Februar 18, 2008

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